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Zu diesem Thema bin ich durch einen Beitrag im Miau-Forum
inspiriert worden. Diesen Bericht zum Mutmachen findet Ihr unter
"Eure Geschichten".
Ab wann muss ich mir Gedanken über das Ausbleiben meiner Katze
machen?
Das ist sehr individuell. Katzen sind "Gewohnheitstiere"- sie lieben
feste Rituale. Wenn ich nach Hause kam saß Klärchen in der Regel vor
der Haustür. Dann haben wir einen gemeinsamen kurzen Spaziergang um
den Block gemacht, dann gab es Futter, dann wurde gekuschelt und um
ca. 21 Uhr marschierte Madame zur Inspektion nach draußen. Das
dauerte ca. 1 Stunde. Wurde eines dieser Rituale nicht eingehalten
begann ich mir Sorgen zu machen. Also bitte nicht erst nach 2 Tagen
überlegen wo denn wohl die Katze ist... Keine Katze die kastriert
ist und der es zuhause gut geht bleibt so lange freiwillig weg-
einen Grund hierfür gibt es immer, auch wenn die Katze wieder
auftaucht und so tut als ob nichts gewesen sei.
Es ist ein lauer Sommerabend? O. k. warme Sommerabende sind eine zu
große Versuchung für die Katze. Da kann es schon sein, das sie mal
ein paar Stunden länger ausbleibt- es kann aber nicht schaden schon
mal ein wenig zu suchen. Mit ein bisschen Glück liegt sie nur unter
einem Busch und schnurrt Dir plötzlich, nachdem Du zum dritten Mal
an diesem Busch vorbeigelaufen bist um die Beine.
Sehr häufig werden Katzen auch aus Versehen eingesperrt. Das ist
absolut nicht ungefährlich: Ein selten besuchter Keller wurde schon
häufig zur Todesfalle- fataler Weise meldet sich die Katze meist
nicht durch Miauen sondern verkriecht sich in einer Ecke- also nicht
nur die Nachbarn bitten mal nachzuschauen, sondern selber in jeden
Keller, Bodenraum, Schuppen der Umgebung nachschauen, und das
gründlich!
Scheue Wohnungskatzen, die aus Versehen nach draußen gelangen sind
manchmal so irritiert und verstört, das sie sich dort irgendwo
verkriechen. Spät abends sind solche Suche oft am erfolgreichsten:
Es wird ruhig und die Katze faßt ein wenig Mut. Machen Sie abends
immer wieder einen Rundgang! Ist die scheue Katze gesichtet hilft
oft nur Geduld: Futter hinstellen, versuchen Kontakt aufzubauen und
notfalls eine Katzenfalle beim Tierschutzverein ausleihen. Ist sie
erst Mal wieder drinnen ist sie bald wieder die alte. Eine
zutrauliche Wohnungskatze wird es als prima Spiel empfinden wenn
Dosi hinterherläuft- also eher mit Spielzeug (Stöckchen, Leckerli)
locken und so versuchen den Racker zu erwischen.
Die Katze ist auch nach allem Suchen noch nicht wieder da? Hängen
sie in näherer Umgebung reichlich Zettel auf, geben sie Anzeigen in
den Wochenblättern auf- das lohnt sich auch über einen längeren
Zeitraum. Ein Bekannter konnte so - nach vielen Fehlmeldungen- nach
ca. 1/2 Jahr seine Katze einfangen. Sie war nur ein paar hundert
Meter entfernt.... Dank der Meldungen auf seine Anzeigen konnte er
sogar rekonstruieren, wo sie sich in der Zeit überall durchgefuttert
hatte.
Ursachen für ein Verschwinden gibt es viele:
Manchmal wird die Katze auch noch von anderen Leuten gefüttert und
sie entscheidet sich dort zu bleiben- unschön, aber allemal besser
als sämtliche andere Möglichkeiten:
Autos, katzenhassende Nachbarn, Katzenfänger (ja, es gibt sie! Hier
im Ort wurden schon Drahtfallenopfer die sich mit schweren
Verletzungen befreien konnten gefunden, ein Mann wurde am
helllichten Tage dabei beobachtet wie er eine Katze fing und per Rad
davon fuhr), irgendwelche Jugendliche die sich einen Spaß daraus
machen Tiere zu quälen... Wobei meiner Meinung nach das Überfahren
nach wie vor die weitaus häufigste Ursache auch für ein Verschwinden
ist. Ist die Katze schwer verletzt wird sie sich irgendwo
verkriechen und dort sterben- und der Besitzer sucht...
Findet man wie ich abends seine Katze tot an der Straße ist das ein
schlimmer Schock. Ein Verschwinden stelle ich mir noch viel
furchtbarer vor- allen die dies lesen und die nach ihrer Katze
suchen wünsche ich ganz ganz viel Glück!
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www.klaerchens-katzenhomepage |