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Miau-Treffen Norddeutschland 2010 - oder "sie hat uns in den Wald gelockt"!

Am 18.09.2010 haben wir Nordlichter aus dem Miau-Forum uns mal wieder getroffen. Ich hatte einen gemütlichen Raum in einem Lokal an der Oberalster reserviert: in der "Alten Rader Schule".

aus: Miau-Katzenforumstreffen 2010

 

Miauler-Treffen im Norden sind immer etwas schwierig, allzu viele gibt es nicht die sich für einen gemeinsamen Nachmittag ins Auto setzen, dafür kennen wir uns aber aus vorhergegangen Treffen schon zumeist persönlich. Und ein oder zwei "Neue" sind dann meistens auch dabei.

Diesmal wollten Jassi S., Silke und Elvira zum ersten Mal mit dabei sein- leider - das Schicksal in Form von Krankheit und einem übereifrigen Marder wollten es anders. Magen und Darm gehen um (mich hatte es nur eine Woche davor erwischt- immerhin davor!) . Elvira hatte deshalb schon zuvor abgesagt, und als Jassi morgens ins Auto steigen wollte sprang dieses nicht an. Der hauseigene Marder hatte einen ordentlichen Kabelsalat verursacht, als das Auto dann repariert war lohnte sich die Fahrt von Celle nach Hamburg nicht mehr.

Kerstin K. aus Cottbus hatte mit ca. 450 km die entschieden weiteste Fahrt und war trotzdem außer mir die Pünktlichste *g*. Das Geheimnis? Sie kam schon am Abend vorher und hat bei mir übernachtet und nach einem sehr langen Abend bzw. einer sehr kurzen Nacht haben wir gemütlich gefrühstückt, sind aufgrund des "schaurigen" Wetters noch im örtlichen Einkaufszentrum gewesen und dann gemeinsam nach Rade Tangstedt-Rade gefahren.

Die "Alte Rader Schule" ist eigentlich gut zu finden: Im Prinzip fährt man von der A7 ab, biegt nach ca. 3 km einmal ab und fährt dann bis kurz vor dem Ziel immer gerade aus. Nun ist "Tante Google" mit ihren ihrem Routenplaner nicht so wirklich ausführlich...

Kerstin und ich warteten also eifrig. Inzwischen war die Sonne (mit feuchten Unterbrechungen) hervorgekommen, wir saßen draußen auf der schönen Terrasse. Mein Handy war frisch geladen, die Nummer war allen bekannt, auf mögliche Staus hatte ich hingewiesen....

Niemand kam. Ups? Irgendwann, noch relativ pünktlich rief Geldi (Angelika) an. Sie war immerhin schon in Norderstedt, steckt in einer Baustelle fest. Von Anne keine Spur. Schließlich kam Geldi, aber alleine?! Silke, die mitkommen wollte hatte es am Morgen frisch mit Magen-Darm erwischt. Der armen ging es so schlecht, sie musste Zuhause bleiben. Wie ich Silke, die "Pflegemami" meiner Patenkatze Merle,  kenne war sie sicher furchtbar enttäuscht.

Nun war immerhin Geldi da. Angelika ist Vorsitzende des Vereins Katzenschutz Braunschweig e.V. . Sie hatte am Tag zuvor einen "verunfallten", ca. 10 Wochen alten Kater aufgenommen. Da zunächst noch sehr unsicher war, ob die Verletzungen des Kleinen wirklich nur äußerlich sind, war auch ihr Kommen noch am frühen Abend vor dem Treffen in Frage gestellt.

Doch später saß dann ein munteres, schnurrendes Kerlchen vor ihr, der Ausflug nach Hamburg war gerettet. Der Kater war natürlich sofort Gesprächsthema Nr. 1. Was ihm wohl widerfahren war?

Endlich kam auch eine etwas gestresste Anne aus Oldenburg und mit ihr Frauke mit ihren beiden Kindern. Anne war an der einzigen Abzweigung falsch abgebogen und dadurch nach Hamburg rein gekommen. Sie hat dank guten Orientierungssinns und einem hilfreichen Tankwart noch mal die Kurve gekratzt, hat aber leider dabei sehr viel Zeit verloren. Mit großem Hallo wurde das verloren gegangene Trüppchen begrüßt, warum sie denn nicht angerufen hatte? Anne hatte sich eine Zahl meiner Handynummer falsch notiert und dachte nun ich würde nie abnehmen...

Nun, das war schnell geklärt, die "rettenden" Getränke gebracht und auch die "Speisekarte" in Form einer großen, mit Kreide beschrifteten Tafel. Nun konnte es "wirklich" losgehen: Gesprächsthemen gab es wie immer viele, Anne ist im Vorstand eines kleinen aber feinen Tierschutzvereins: Die Katzenhilfe Oldenburg macht praxisnahen Tierschutz. Wer Anne kennt weiß, das alles mit viel Engagement und Herzblut gemacht wird- Konflikte mit Möchtegern-Tierschützern ("liebes Kätzchen zu verschenken") bleiben da nicht immer aus.

Auch Frauke aus dem Oldenburg-nahen Bad Zwischenahn hat schon manche umherirrende Katze vor dem frühen Tod auf der Straße bewahrt. Sie ist allerdings so schlau, sich Hilfe von erfahrenen Katzenschützern zu holen. So werden diese Aktionen in der Regel zu Erfolgserlebnissen und enden nicht im Desaster- der gute Wille reicht eben nicht aus um erfolgreich Tiere zu retten.

Zwischen dem guten Essen in dem gemütlichen "Elefantenzimmer" und aufgrund der interessanten Themen blieben die heftigen Regenschauer draußen fast unbemerkt. Immer, wenn ich wirklich mal raus schaute schien gerade wieder die Sonne ;-) Zum Glück hatte ich "open end" mit den freundlichen Restaurantbesitzern abgemacht, nichts ist ärgerlicher, als wenn man mitten im Erzählen ist und hinter einem stehen schon die nächsten Gäste...

Geldi zückte zwischendurch ihre Tupperdosen mit Häkelmäusen und von Silke genähten kleinen "Kissen". Als die Dosen geöffnet wurden war spätestens klar: Diese kleinen Spielzeuge würden von unseren vierbeinigen "Baldrianholics" mit begeistertem Sabbern aufgenommen werden. Und die Vereinskasse des Katzenschutz Braunschweig e.V. würde sich im Gegenzug ein klein wenig weiter füllen. Auch die handgehäkelten Taschen kamen gut an, leider war für mich nicht die richtige Farbe dabei (was sich noch ändern kann *lächel*).

Irgendwann wurde es draußen leicht dämmrig: Es war schon kurz vor 19 Uhr und Kerstin musste sich verabschieden: Die Fahrt war einfach zu lang, als das sie noch hätte länger bleiben können. Wir anderen zahlten auch und machten, es war inzwischen wirklich trocken, einen längeren Spaziergang durch Wald und Wiesen am Rande des Naturschutzgebiets Duvenstedter Brook.  Nach und nach wurde es  dunkel , der Mond ging auf und gerade rechtzeitig kamen wir wieder bei dem Lokal an.

Nun war tatsächlich "Aufbruch" angesagt.
Auf dem Parkplatz überlegten wir noch wo und wann das nächste Treffen statt finden soll. Nächstes Frühjahr? Und irgendwo mehr in der Mitte Deutschlands, so wäre das Treffen für deutlich mehr Leute erreichbar.

 Ich hab mir inzwischen überlegt, dass Celle gar nicht übel wäre. *Wink zu Jassi*: Du kannst dann notfalls mit dem Fahrrad kommen *grins* Eine hübsche Altstadt, jede Menge Lokale die auch auf Gruppen eingerichtet sind und selbst für jemanden aus dem Ruhrpott ist das vielleicht keine unüberwindbare Entfernung. Und wenn es in den Brandenburger Osterferien wäre könnte ich Urlaub nehmen, Kerstin kommt für etwas länger nach Hamburg und... Ups. Ich bin schon wieder am planen! Kommt Zeit, kommt Rat. Vielleicht hat Jassi ja Lust, es geht ja nur darum in einem geeigneten Lokal einen Tisch zu reservieren. Viel mehr Arbeit hat man nicht. Oder jemand anders meldet sich zu Wort :-)))

Gut, um wieder in die Gegenwart zurück zu kehren: Ich fuhr dann erst mal vorne weg und brachte so alle auf den "rechten" Pfad, ab der Hauptstraße haben sie dann hoffentlich alleine wieder nach Hause gefunden.

Vielen Dank fürs Kommen, ihr Lieben und bis zum nächsten Mal!

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 



Cleo- meine erste Katze
Klärchen- unvergessen und auf immer im Herzen
Casey und Fritz- sehr lebendig
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