Miauler-Treffen im Norden sind immer etwas
schwierig, allzu viele gibt es nicht die sich für einen gemeinsamen
Nachmittag ins Auto setzen, dafür kennen wir uns aber aus
vorhergegangen Treffen schon zumeist persönlich. Und ein oder zwei
"Neue" sind dann meistens auch dabei.
Diesmal wollten Jassi S., Silke und Elvira zum
ersten Mal mit dabei sein- leider - das Schicksal in Form von
Krankheit und einem übereifrigen Marder wollten es anders. Magen und
Darm gehen um (mich hatte es nur eine Woche davor erwischt- immerhin
davor!) . Elvira hatte deshalb schon zuvor abgesagt, und als Jassi
morgens ins Auto steigen wollte sprang dieses nicht an. Der
hauseigene Marder hatte einen ordentlichen Kabelsalat verursacht,
als das Auto dann repariert war lohnte sich die Fahrt von Celle nach
Hamburg nicht mehr.
Kerstin K. aus Cottbus hatte mit ca. 450 km die
entschieden weiteste Fahrt und war trotzdem außer mir die
Pünktlichste *g*. Das Geheimnis? Sie kam schon am Abend vorher und
hat bei mir übernachtet und nach einem sehr langen Abend bzw. einer
sehr kurzen Nacht haben wir gemütlich gefrühstückt, sind aufgrund
des "schaurigen" Wetters noch im örtlichen Einkaufszentrum gewesen
und dann gemeinsam nach Rade Tangstedt-Rade gefahren.
Die "Alte Rader Schule" ist eigentlich gut zu
finden: Im Prinzip fährt man von der A7 ab, biegt nach ca. 3 km
einmal ab und fährt dann bis kurz vor dem Ziel immer gerade aus. Nun
ist "Tante Google" mit ihren ihrem Routenplaner nicht so wirklich
ausführlich...
Kerstin und ich warteten also eifrig. Inzwischen war
die Sonne (mit feuchten Unterbrechungen) hervorgekommen, wir saßen
draußen auf der schönen Terrasse. Mein Handy war frisch geladen, die
Nummer war allen bekannt, auf mögliche Staus hatte ich
hingewiesen....
Niemand kam. Ups? Irgendwann, noch relativ pünktlich
rief Geldi (Angelika) an. Sie war immerhin schon in Norderstedt,
steckt in einer Baustelle fest. Von Anne keine Spur. Schließlich kam
Geldi, aber alleine?! Silke, die mitkommen wollte hatte es am Morgen
frisch mit Magen-Darm erwischt. Der armen ging es so schlecht, sie
musste Zuhause bleiben. Wie ich Silke, die "Pflegemami" meiner
Patenkatze Merle,
kenne war sie sicher furchtbar enttäuscht.
Nun war immerhin Geldi da. Angelika ist Vorsitzende
des Vereins Katzenschutz
Braunschweig e.V. . Sie hatte am Tag zuvor einen
"verunfallten", ca. 10 Wochen alten Kater aufgenommen. Da zunächst
noch sehr unsicher war, ob die Verletzungen des Kleinen wirklich nur
äußerlich sind, war auch ihr Kommen noch am frühen Abend vor dem
Treffen in Frage gestellt.
Doch später saß dann ein munteres, schnurrendes
Kerlchen vor ihr, der Ausflug nach Hamburg war gerettet. Der Kater
war natürlich sofort Gesprächsthema Nr. 1. Was ihm wohl widerfahren
war?
Endlich kam auch eine etwas gestresste Anne aus
Oldenburg und mit ihr Frauke mit ihren beiden Kindern. Anne war an
der einzigen Abzweigung falsch abgebogen und dadurch nach Hamburg
rein gekommen. Sie hat dank guten Orientierungssinns und einem
hilfreichen Tankwart noch mal die Kurve gekratzt, hat aber leider
dabei sehr viel Zeit verloren. Mit großem Hallo wurde das verloren
gegangene Trüppchen begrüßt, warum sie denn nicht angerufen hatte?
Anne hatte sich eine Zahl meiner Handynummer falsch notiert und
dachte nun ich würde nie abnehmen...
Nun, das war schnell geklärt, die "rettenden"
Getränke gebracht und auch die "Speisekarte" in Form einer großen,
mit Kreide beschrifteten Tafel. Nun konnte es "wirklich" losgehen:
Gesprächsthemen gab es wie immer viele, Anne ist im Vorstand eines
kleinen aber feinen Tierschutzvereins: Die
Katzenhilfe
Oldenburg macht praxisnahen Tierschutz. Wer Anne kennt weiß,
das alles mit viel Engagement und Herzblut gemacht wird- Konflikte
mit Möchtegern-Tierschützern ("liebes Kätzchen zu verschenken")
bleiben da nicht immer aus.
Auch Frauke aus dem Oldenburg-nahen Bad Zwischenahn
hat schon manche umherirrende Katze vor dem frühen Tod auf der
Straße bewahrt. Sie ist allerdings so schlau, sich Hilfe von
erfahrenen Katzenschützern zu holen. So werden diese Aktionen in der
Regel zu Erfolgserlebnissen und enden nicht im Desaster- der gute
Wille reicht eben nicht aus um erfolgreich Tiere zu retten.
Zwischen dem guten Essen in dem gemütlichen
"Elefantenzimmer" und aufgrund der interessanten Themen blieben die
heftigen Regenschauer draußen fast unbemerkt. Immer, wenn ich
wirklich mal raus schaute schien gerade wieder die Sonne ;-) Zum
Glück hatte ich "open end" mit den freundlichen Restaurantbesitzern
abgemacht, nichts ist ärgerlicher, als wenn man mitten im Erzählen
ist und hinter einem stehen schon die nächsten Gäste...
Geldi zückte zwischendurch ihre Tupperdosen mit
Häkelmäusen und von Silke genähten kleinen "Kissen". Als die Dosen
geöffnet wurden war spätestens klar: Diese kleinen Spielzeuge würden
von unseren vierbeinigen "Baldrianholics" mit begeistertem Sabbern
aufgenommen werden. Und die Vereinskasse des Katzenschutz
Braunschweig e.V. würde sich im Gegenzug ein klein wenig weiter
füllen. Auch die handgehäkelten Taschen kamen gut an, leider war für
mich nicht die richtige Farbe dabei (was sich noch ändern kann *lächel*).
Irgendwann wurde es draußen leicht dämmrig: Es war
schon kurz vor 19 Uhr und Kerstin musste sich verabschieden: Die
Fahrt war einfach zu lang, als das sie noch hätte länger bleiben
können. Wir anderen zahlten auch und machten, es war inzwischen
wirklich trocken, einen längeren Spaziergang durch Wald und Wiesen
am Rande des Naturschutzgebiets Duvenstedter Brook. Nach und
nach wurde es dunkel , der Mond ging auf und gerade
rechtzeitig kamen wir wieder bei dem Lokal an.
Nun war tatsächlich "Aufbruch" angesagt.
Auf dem Parkplatz überlegten wir noch wo und wann das nächste
Treffen statt finden soll. Nächstes Frühjahr? Und irgendwo mehr in
der Mitte Deutschlands, so wäre das Treffen für deutlich mehr Leute
erreichbar.
Ich hab mir inzwischen überlegt, dass Celle
gar nicht übel wäre. *Wink zu Jassi*: Du kannst dann notfalls mit
dem Fahrrad kommen *grins* Eine hübsche Altstadt, jede Menge Lokale
die auch auf Gruppen eingerichtet sind und selbst für jemanden aus
dem Ruhrpott ist das vielleicht keine unüberwindbare Entfernung. Und
wenn es in den Brandenburger Osterferien wäre könnte ich Urlaub
nehmen, Kerstin kommt für etwas länger nach Hamburg und... Ups. Ich
bin schon wieder am planen! Kommt Zeit, kommt Rat. Vielleicht hat
Jassi ja Lust, es geht ja nur darum in einem geeigneten Lokal einen
Tisch zu reservieren. Viel mehr Arbeit hat man nicht. Oder jemand
anders meldet sich zu Wort :-)))
Gut, um wieder in die Gegenwart zurück zu kehren:
Ich fuhr dann erst mal vorne weg und brachte so alle auf den
"rechten" Pfad, ab der Hauptstraße haben sie dann hoffentlich
alleine wieder nach Hause gefunden.
Vielen Dank fürs Kommen, ihr
Lieben und bis zum nächsten Mal!