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"Als ich
noch ganz klein war bin ich mit meinen Geschwistern in ein
Tierheim gekommen- meiner Dosi wurde gesagt, ich sei eine "Maikatze"
bin also im Mai 1998 geboren worden. Mehr hat man Dosi damals
nicht über mich erzählen können. Es war Ende November als Dosi kam,
kalt war´s draußen und es hatte kräftig geschneit. In der
Katzenabteilung des Tierheims war es schön mollig warm aber leider
auch sehr laut- im Nebenraum war ein Hund der unentwegt gebellt
hat. Meine Dosi fragt sich manchmal ob ich wohl deshalb so
überhaupt keine Hunde mag?
Wie kam es, dass Dosi
überhaupt mit Futter und Streu "bewaffnet" ins Tierheim kam, um
dieses zu spenden? Mit nur einem klitzekleinen Hintergedanken, ganz
tief im hintersten Hirn versteckt *g* ? "
Dosi berichtet:
Wie gesagt es war kalt und
der Schnee lag für norddeutsche Verhältnisse erstaunlich hoch. Auf
der Arbeit erzählten mir meine Kolleginnen, im Treppenhaus sei eine
junge, getigerte Katze die dort wohl eigentlich nicht hingehören
würde... Die musste ich mir doch mal ansehen.
Unsere Cleo, nach meinem
Auszug bei meinen Eltern geblieben, da absolute Freigängerin war
inzwischen verstorben. Ich hatte zunächst in einer winzigen
Einzimmerwohnung gelebt, inzwischen war ich in eine große
Einzimmerwohnung (46 qm) umgezogen- nur 10 Minuten zu Fuß von der
Arbeit entfernt. An Cleo hatte ich sehr gehangen- aber eine neue
Katze? Was war im Urlaub, ich war ganztägig berufstätig- würde eine
Katze in meiner Wohnung überhaupt glücklich werden?
Wenige Jahre zuvor hatte
meine Nichte über eine Freundin einen vierwöchigen kleinen
getigerten Notfall bekommen- die Mutter, eine frei lebende
Campingplatz-Katze kümmerte sich nicht mehr um den Nachwuchs und ein
Junges war bereits verstorben. Mit viel Liebe umsorgte meine, damals
ca. 10 Jahre alte Nichte den kleinen Racker. (Tut sie noch immer-
nebst einer zweiten Katze (auch ein Notfall) und zwei
Nymphensittichen). Es wurde ein großer kräftiger Kater der niemals
freiwillig raus wollte. Meine Schwester hatte in der Folge schon mal
durchblicken lassen sich um eine etwaige Katze zu kümmern sollte ich
in Urlaub fahren wollen.
Mittags war ich eigentlich immer etwa eine
Stunde zu Hause- so schlimm konnte es dann wohl nicht sein... Soweit
meine Überlegungen. Ein Rest von Verstand hatte mich aber bisher
davon abgehalten mir wirklich eine Katze anzuschaffen. Und dann war
da plötzlich diese kleine Katze im Treppenhaus!
Da ich in einem kleinen Einkaufszentrum arbeite, fragte ich zunächst
die Ladeninhaber: Ja, die Katze hätten sie auch schon gesehen: Sie
würde hier seit einigen Tagen anscheinend "herrenlos" rumlaufen. Bei
der Kälte wollte ich sie dann erstmal reinholen. Im Futterhaus
gegenüber bekam ich einen Karton, steckte die Mieze (Lilli sollte
sie heißen) hinein, band den Deckel zu und lief die zehn Minuten
nach Hause (klar versuchte ein wild strampelndes Kätzchen immer
wieder raus zu springen!). Doch wir kamen heil an. Im Futterhaus
wurde schnell noch Futter und Streu gekauft, die Schale eines alten
Meerschweinchenkäfigs als Klo umfunktioniert.
"Lilli" war eine wirklich süße und sehr zutrauliche Motte.
Eigentlich sehr zutraulich... Am nächsten Tag hängte ich gleich
Zettel aus und schon am Abend wurde die Kleine von ihren
überglücklichen Besitzern abgeholt. Sie war tatsächlich schon einige
Tage nicht nach Hause gekommen. War über die viel befahrene Straße
gelaufen und hatte sich wohl nicht zurück gewagt.
So. Da saß ich also mit Futter und Streu und wieder ohne Katze.
Nun wollte ich ja auch gar keine Katze wieder, oder? Also bin ich am
Wochenende mit Futter etc. ins Tierheim gefahren und man freute sich
auch über die Spende. Nur noch mal einen kleinen Blick zu den Katzen
werfen (nein- ich wollte ja auch gar keine *g*)
Gleich im ersten Käfig links sprang mir das Schicksal in Form einer
etwa halbjährigen getigerten Katze entgegen- kletterte am Türgitter
hoch- schaute mich an - und es war geschehen. (Nein- ich wollte ja
auch gar keine...) Ob ich die Kleine (sie hatte auch noch supersüße
weiße Pfötchen) wohl mal auf den Arm nehme könne? Klar durfte ich.
Oder besser ich wurde als Klettergerüst missbraucht :-) Zu halten
war der Racker kaum aber schon damals zeigte es sich, dass es
einfach nur Temperament war. Ansonsten war sie ganz lieb und
überhaupt nicht scheu.
Meine Frage, ob sie denn auch für eine 1-Zimmerwohnung, ohne Auslauf
nach draußen geeignet sei wurde bejaht, ein kurzer Vertrag
unterschrieben und schon ging es- mit Futter und Streu *g* und
geliehenem Transportkorb - nach Hause.
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