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Epilog:
Im Dezember war das Maß von allen Seiten endgültig übergelaufen. Ich hatte mich
telefonisch von der Wiese verabschiedet- konnte ich doch nie sicher sein, dass
mir nicht wieder etwas angehängt wird. Wir waren schlicht und einfach unbequem, kranke
Katzen durfte es dort nicht geben, eigene Schuld wurde nicht eingestanden also
brauchte Frau L. einen Sündenbock. Monika trennte sich Ende des Monats von
J. M. ,
zwei andere Helfer gingen gleichzeitig mit uns. Nun, Leute die gegen Geld!
Katzen füttern und Futter durch die Gegend fahren werden sich immer finden. Aber
spätestens wenn die Arbeit (bei Monika waren es zuletzt über 50 ehrenamtliche
Stunden im Monat), Forderungen und moralischer Druck überhand nehmen werden
diese Fahnenflucht begehen. Und wieder wird es ein paar "Böse" geben *lächel*.
Wer meint ich hätte irgendwas übertrieben, dem sei gesagt. Im Gegenteil, ich
habe einige Dinge bewusst weggelassen: Dinge bei denen ich nicht selber
beteiligt war und um die es wohl zum Teil noch einen Rechtsstreit gibt. Wie
schon gesagt, bereuen tu ich wenig- egal wie es endet ich hätte immer eine
kranke Katze versorgt. Was anscheinend nicht selbstverständlich ist wie mir von
der Tierklinik und der später versorgenden Praxis übereinstimmend gesagt wurde.
Eine Mitschuld gebe ich mir an dem Tod eines anderen Kitten- auch wenn ich
damals mangels besseren Wissens und in Auftrag gehandelt habe, das Kleine hätte
niemals in die Hände dieser sog. "Pflegestelle" gelangen dürfen. Zumal ich
damals eine "flaschenkompetente" Pflegestelle kannte, wollte sie aber nicht in
den Ärger mit J. M. hineinziehen.
Anfang Dezember gab es dann doch noch eine Kastrationsaktion bei der wieder ein Hamburger
Tierschutzverein half- 3 Kater (wahrscheinlich die halbzahmen, von denen wir
dachten sie seien kastriert) wurden kastriert, zwei Junge ein Stück von der
Wiese entfernt eingefangen und kastriert. Dann gingen nur noch bereits
kastrierte Tiere in die Falle. Eine weitere Aktion sollte eine Woche später
erfolgen. Im Sinne der Katzen hoffe ich von ganzem Herzen dass man Erfolg
hatte. Ein unkastrierter Kater findet sich immer, viel wichtiger ist es die
weiblichen Tiere zu erwischen...
Dennoch- ich befürchte das es spätestens! im Frühjahr das Drama in die nächste Runde geht-
wieder wird es "ganz plötzlich" Junge geben und wieder wird niemand daran
gedacht haben dieser Situation vorzubeugen. Auch in den Industriegebieten hat es
in der Vergangenheit Nachwuchs gegeben, mit sehr ähnlichem Ergebnis- leider. Man
kann die Augen verschließen, einfach füttern und den Dingen seinen Lauf lassen, mit Tierschutz
hat das nicht das geringste zu tun.
Nachtrag: Wie ich inzwischen erfahren
hab wurden bei der Dezember-Aktion nur 2 Kater eingefangen, der Rest ist freie
Erfindung, wahrscheinlich um die "Statistik" ein wenig aufzubessern. Auch hat es
keine zweite Einfangaktion danach mehr gegeben weil die Damen es mal wieder
nicht übers Herz gebracht hatten vorher 2-3 Tage nicht zu füttern. Die Jungen
sind eh nicht mehr auf der Wiese, bei der Überbevölkerung suchen sich Jungkatzen
neue Reviere- und werden sich leider anderswo weiter vermehren...
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