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1. Kastration oder Sterilisation?
Noch immer hält sich der Irrglaube, dass Katzen
sterilisiert werden und Kater kastriert. Das wurde früher auch so
gemacht, heutzutage wird kein verantwortungsbewusster Tierarzt mehr
sterilisieren. Es gibt leider auch weiterhin noch viele weitere
Ammenmärchen was
die Kastration betrifft- dabei ist sie der wichtigste Beitrag
überhaupt den jeder Katzenbesitzer zum Tierschutz leisten kann!
Ob Katze oder Kater - jedes Tier, das nicht zur Zucht vorgesehen
ist, sollte kastriert werden. Bei einer Kastration werden die
Keimdrüsen operativ entfernt. Beim Kater sind dies die Hoden, bei
der Katze die Eierstöcke. Weder Katze noch Kater leiden darunter,
wenn ihr natürlicher Geschlechtstrieb nicht mehr vorhanden ist- im
Gegenteil ihr Leben wird sehr erleichtert!
Bei einer Sterilisation werden die Eileiter der Katze bzw. die
samenableitenden Wege des Katers durchtrennt oder abgebunden. Die
Produktion der Geschlechtshormone findet weiter statt und der
Geschlechtstrieb bleibt voll erhalten, lediglich eine Fortpflanzung
nicht mehr möglich. Deshalb ist eine Sterilisation bei Katzen nicht
sinnvoll.
2. Ablauf der Kastration
Am Abend vor der Kastration darf die Katze/Kater zum letzten Mal
etwas fressen oder trinken um ihren Kreislauf nicht unnötig zu
belasten und um vor allem Komplikationen durch das Erbrechen in
Narkose zu vermeiden.
Sowohl Kater als auch Katze werden unter Vollnarkose operiert,
wobei die Narkose bei Katern i. d. R. etwas schwächer dosiert werden
kann. Dementsprechend sind sie bei der Abholung meist etwas fitter.
Das Operationsrisiko ist bei der Kastration, dank moderner
Operationstechnik und Narkoseverfahren, sehr gering. Diese
Routineoperation führt jeder Tierarzt in seiner Praxis durch.
Für Katzen ist es eine echte, kleine OP und so sollte man aufpassen,
daß die Katze nicht an der Wundnaht schleckt und sich die Fäden
vorzeitig entfernt. Manche Ärzte bevorzugen hierfür einen
Kopftrichter unter dem die Katze meist aber sehr leidet. Andere
Tierärzte geben nur Silberspray auf die Naht- Casey hatte mit einem
speziellen Pflaster eine gute Alternative. Das Pflaster hat immerhin
5 Tage ihren Bemühungen standgehalten und danach war es nicht mehr
gefährlich.
Zuhause angekommen waren beide zwar noch recht taumelig, meinten
aber trotzdem überall herumklettern zu müssen- überbesorgte Dosi
immer hinterher. Schließlich haben sie sich schlafen gelegt und
waren dann abends schon wieder so weit das sie fest auf allen Vieren
rumspazieren konnten. Zu diesem Zeitpunkt hab ich auch eine kleine
Portion Futter gegeben, Wasser können sie sofort bekommen.
Schon am nächsten Tag war alles vergessen- nur der kahle Bauch und
das Pflaster erinnerten bei Casey an die OP- bei Fritz war überhaupt
nichts zu merken. Nach zehn Tagen wurden bei Casey die letzen zwei
Fädchen gezogen (einen hatte sie sich selbst entfernt). Das ist eine
Sache von nicht mal einer Minute und wurde mit einer Pinzette ohne
Betäubung erledigt- da Casey mit keinem Barthaar gezuckt hat wird es
auch nicht weh getan haben :-)
Ammenmärchen über die
Kastration:
Leider kursiert noch
immer, nicht zuletzt bei manchen Tierärzten, die längst überholte Ansicht, das
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Katzen zumindest
einmal vor der Kastration rollig gewesen sein sollten
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oder gar einmal Junge
gehabt haben sollten
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Kater erst bei
Geschlechtsreife kastriert werden sollten
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es bei Wohnungskatzen
reicht, wenn nur der Kater kastriert wird...
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Katzen sich nach der Kastration
charakterlich verändern
Da stell ich mir dann die
Frage- was hat eine Katze denn davon rollig werden? Eigentlich nur den puren
Streß- und der Besitzer gleich mit. Die Katze hat, bedingt durch den
Arterhaltungstrieb während der Rolligkeit nur eines im Sinn: Möglichst bald
gedeckt zu werden.
Sie hat erhöhte
Temperatur, frisst weniger, jault in höchsten Tönen (auch die Nachbarn
freuen sich!), wird z. T. unsauber und ihr Immunsystem ist während dieser Zeit
geschwächt. Selbst wenn die Katze gedeckt wird hat sie in keinster Weise
Vergnügen an der Sache. Erst der heftige Schmerz , verursacht durch das
Herausziehen des mit Stacheln versehenen Penis des Katers während des
Deckungsaktes, löst den eigentlich Eisprung aus... Und während dieses
unerquicklichen "Höhepunktes" hat die Katze auch noch gute Chancen sich mit
gefährlichen Krankheiten wie Katzen-Aids und Leukose anzustecken
Die fürsorglichen Gefühle, wenn
sie Junge hat sind sicherlich vorhanden aber letztendlich auch nur bedingt durch
den Arterhaltungstrieb. Ist dieser hormonell bedingte Trieb nicht "in Betrieb"
so hat die Katze in keinster Weise das Gefühl ihr sei etwas entgangen.
| Selbstverständlich ist es
eigentlich natürlich, dass die Katzen sich vermehren. Aber ist es natürlich,
das heutzutage viel zu viele Katzen auf kleinstem Raum sich um die Reviere
streiten, das tausende Katzen in den Tierheimen auf Besitzer warten, Katzen
ausgesetzt werden und vom Jäger abgeknallt oder überfahren werden, während
andere Menschen meinen ihrer Katze "mal das Mutterglück" gönnen zu
müssen? |
Abgesehen davon, das es
schlicht und einfach nervt: Es besteht auch immer die Gefahr, das auch eine
Wohnungskatze in dieser Zeit nach draußen entwischt- Katz ist da sehr
erfinderisch... Tatsache ist leider auch, das unkastrierte Kater häufig
als Verkehrsopfer bei ihrer Suche nach einer empfängnisbereiten Katze enden.
Was leider auch immer
wieder passiert ist, das Leute ein Katzenpaar haben und dieses sich "aus
Versehen" vermehrt. Ganz übel kann es werden, wenn das auch noch ein
Geschwisterpaar ist- einen Kater interessiert es leider nicht, ob er da gerade
seine Schwester oder auch Mutter besteigt.
Zumindest Wohnungskater
werden dann oft schleunigst nach Erlangen der Geschlechtsreife kastriert. Mit
dem penetranten Gestank den der unkastrierte Kater beim Markieren hinterlässt
kann wohl kaum ein einigermaßen vernünftiger Mensch leben. Die Putzaktionen und
die Lärmbelästigungen hätte man sich aber leicht mit einem rechtzeitigen
Kastrieren ersparen können !
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