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der Beutefangtrieb

Keineswegs ist es so, das Katzen Hunger haben müssen um zu jagen- der Instinkt ist so stark, das eine sich bietende Gelegenheit auch umgehend genutzt wird. Wer eine Katze vor allem als Mäusejäger halten will sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine gut genährte und gesunde Katze mehr Jagderfolg hat als eine, die sich selbst ernähren muss und die nicht durch Impfungen und Entwurmungen vor Krankheiten geschützt ist.

Einer Katze das Jagen abgewöhnen zu wollen ist also illusorisch. Entweder man hält seine Katze(n) nur drinnen und gleicht den Mangel an Beutetieren mit entsprechenden Spielen aus oder man muss damit leben, das sie mit schönster Regelmäßigkeit Beute mit nach Hause bringt. Für viele Katzenfreunde, die ja meist auch gleichzeitig Tierfreunde sind ist das durchaus eine Schwierigkeit. Manches Mal bringt die jagderfahrene Katze ihrer Dosi auch lebende Beute mit- Dosi muss doch langsam mal lernen wie das so geht! Mit Schnurren kommentiert sie dann die Versuche ihres Dosenöffners die Maus unter der Kommode hervorzulocken bzw. fordert selbst Hilfe an, wenn sie nicht mehr an ihre Beute kommt (Dosi, schieb mal das Sofa weg, meine Maus sitzt dahinter!) Sind die Mäuse bereits "angeschlagen" muss man es vor seinem Gewissen verantworten, ob man sie langsam weiter sterben lassen will oder, wenn man es nicht der Katze überlassen will oder, das Töten selbst erledigt... Ich persönlich hab eine noch gesund erscheinende Maus auch immer zum Ärger meiner Katze versucht zu retten- mit ein paar Hilfsmitteln und etwas Geduld ist das nicht schwierig.

Das einzige Mittel um solche netten Dinge zu vermeiden ist die "Gesichtskontrolle", d. h. Katze kommt nur zur Tür herein, wenn ihr nicht gerade ein Mäuseschwanz aus dem Mäulchen hängt- das setzt allerdings voraus, das keine Katzenklappe vorhanden ist und man selbst den Türsteher spielt.

Aus dem Jagdinstinkt lässt sich auch erklären, weshalb man seinen Balkon mit einem Netz sichern sollte und warum so viele Katzen überfahren werden, selbst solche die jahrelang schon an der Straße gelebt haben. Kommt potenzielle Beute des Weges- das kann ein Vogel, ein Insekt oder Kaninchen sein- schaltet die Katze in Sekundenbruchteilen auf ihren Instinkt um. Der "Verstand" ist jetzt weitgehend ausgeschaltet, Gefahren werden nicht mehr erkannt- jedenfalls nicht solche Gefahren, wie sie erst in den letzten hundert Jahren entstanden sind. Eine Katze kann die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht einschätzen. Sie weiß zwar im Prinzip das eine Straße gefährlich ist und der Lärm der Autos machen ihr Angst, aber wenn es auf der anderen Seite etwas Interessantes zu sehen gibt wird sie auch den Versuch starten dorthin zu kommen. Es sind nicht nur die "bösen" Raser, die die Katzen überfahren- im Prinzip ist niemand davor gefeit der ein Auto fährt.

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 



Cleo- meine erste Katze
Klärchen- unvergessen und auf immer im Herzen
Casey und Fritz- sehr lebendig
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