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So viel wie nötig- nicht mehr als nötig!
Seit Einführung der Impfstoffe für Tiere wird in Deutschland die jährliche
Auffrischung empfohlen. Auch ich hab das jahrelang mitgemacht und auch jetzt
noch bin ich dafür regelmäßig die nötigen! Impfungen durchzuführen. Nur leider
wurde der jährliche Rhythmus ursprünglich ohne jegliche Studien festgelegt. In
jüngerer Zeit hat es entsprechende Studien in den USA gegeben, die auch mir
inzwischen zu denken geben. Generell ist es wohl so, das Hersteller von
Tierimpfstoffen wesentlich weniger Nachweise über Wirksamkeit und Dauer liefern
müssen, als wie es bei Menschen Vorschrift ist. Eine Folge davon ist z.B. dass
es für Hunde eine Borreliose-Impfung gibt, für Menschen jedoch nicht....
Sinnvoll können sein:
- Katzenschnupfen: Ist ein Sammelbegriff
für die Infektion mit verschiedenen viruellen und bakteriellen
Erregern. Geimpft werden kann nur gegen Herpes und Caliciviren,
sowie Chlamydien wobei die beiden letzteren ob ihrer Wirkung
umstritten sind. Auch geimpfte Katzen können an Katzenschnupfen
erkranken. Dennoch ist eine Impfung sinnvoll, da die Erkrankung in
der Regel dann einen stark geschwächten Verlauf nimmt. Nach
herkömmlichen Herstellerempfehlungen: Grundimmunisierung im Alter
von 9 und 12 Wochen, danach jährliche Auffrischung. Nach
neuen amerikanischen Richtlinien Auffrischung nur noch alle 3
Jahre, den Studien nach hält der Impfschutz sogar mindestens 7,5
Jahre (über diesen Zeitraum lief die Studie).
- Katzenseuche: Ebenfalls
die Grundimmunisierung in der 9. und 12. Lebenswoche, jährliche
Auffrischung oder nach den neuen amerikanischen Richtlinien alle 3
jahre. Auch hier hielt der Impfschutz über die gesamten 7,5
Jahre, ein lebenslanger Schutz wird vermutet. Die
Katzenseuche-Erreger sind sehr stabil und können, ebenso wie die
Katzenschnupfen-Erreger auch vom Menschen in die Wohnung
geschleppt werden.
- die Tollwutimpfung. Nur
bei Freigängern. Auch ein z. Zt. tollwutfreier Bezirk kann ganz
schnell zu einem tollwutgefährdetem Bezirk werden- und wehe dann
der Katze die draußen angetroffen wird und deren Impfung nicht
nachgewiesen werden kann! Dank der jahrelang bei Füchsen
durchgeführten Schutzimpfungen ist die Anzahl der mit Tollwut
infizierten Haustiere in Deutschland allerdings mittlerweile
verschwindend gering. 2006 wurde das deutsche Tollwutrecht den
amerikanischen Erkenntnissen angepasst und nun ist es auch hier
möglich Katzen alle 4! Jahre zu impfen und trotzdem den Gesetzen
zu entsprechen. Und siehe da- inzwischen haben auch die Hersteller
ihre Empfehlungen geändert... Erstimpfung in der 12. Lebenswoche.
Wiederholungsimpfung mit auf dem deutschen Markt erhältlichem
Mehrjahresimpfstoff alle 4 Jahre.
- Felines Leukämievirus:
Eine recht umstrittene Impfung. Für Wohnungskatzen ohne Kontakt zu
Freigängern völlig sinnlos, geimpft darf nur werden, wenn zuvor
durch einen Bluttest klargestellt wurde, dass die Katze FeLV frei
ist. Gefährdet sind vor allem Jungtiere, erwachsene Katzen bilden
häufig einen selbstständigen Schutz gegen das Virus.
Grundimmunisierung 9. und 12. Woche. Wiederholungsimpfung
weiterhin jährlich, mangels Studien. Sinnvoll klingt die
Empfehlung von Prof. Hans Lutz (Zürich): Nach der
Grundimmunisierung 3 Jahre lang jährlich impfen, danach nicht
mehr.
Abzuraten ist in meinen Augen von der
Impfung gegen FIP, da hier der miserable Schutz sogar wissenschaftlich bewiesen
wurde. Im Gegenteil, die Impfung kann den Ausbruch der Krankheit sogar bewirken.
Ein Tierarzt der mir zur FIP-Impfung rät hätte mich zum letzten Mal gesehen...
Wie schon oben zu lesen war ist auch die Chlamydien-Impfung wegen schlechter
Schutzwirkung und hoher Nebenwirkungsrate sehr umstritten.
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www.klaerchens-katzenhomepage |