Der Besuch im Tierheim
Katzenklo und Katzenstreu, Kratzbaum und Futternäpfe sind
gekauft? Dann kanns losgehen :-)
Oft kennt man "sein" Tierheim schon vom Tag der offenen Tür
oder anderen Veranstaltungen. Tiere werden an solchen Tagen allerdings meist
grundsätzlich nicht vermittelt. Viele Tierschutzvereine arbeiten aber auch mit
Pflegestellen- da ruft man dann an, erzählt was man sich so vorstellt und
bekommt einen Termin in der Pflegestelle wenn es eine möglicherweise passende
Katze gibt. Vorteil der Pflegestellen ist, dass die Katzen sich dort in
familiärer Umgebung meist ungezwungener und natürlicher geben als im Tierheim
und auch vom Charakter her besser bekannt sind. Tierheime haben es aber meist
mit der Vermittlung etwas einfacher.
Lassen Sie sich vom Pflegepersonal beraten: Welche Katze/n würde/n zu
Ihnen am besten passen? Und dann nimmt das Schicksal meist von selbst seinen
Lauf :-))) Vergessen Sie alles, was Sie an Vorlieben für bestimmte Farben oder
andere Äußerlichkeiten im Kopf hatten- die passende Katze wird Sie schon finden!
Die Chemie muss stimmen, von beiden Seiten. Nicht alle Katzen werden gleich auf
sie zustürmen. Wenn kleinere Kinder vorhanden sind würde ich aber doch zu einer
solchen raten. Ansonsten lohnt es sich, auch die etwas mehr zurückhaltenden
Exemplare zu beachten die manchmal nur deshalb jahrelang im Tierheim sitzen. Es
gibt kaum etwas schöneres, als wenn solch ein scheues Wesen auftaut und
irgendwann (mit Glück) gar zur Kuschelkatze mutiert.
Manchmal werden auch Katzen wg. "Unvermittelbarkeit" gar nicht
mehr gezeigt- unglaublich aber wahr. Die Luna, deren Geschichte ihr unter
"Freunde" lesen könnt ist so ein Fall. Eine scheue Gartenkatze, einäugig wg.
Katzenschnupfen, nicht rank und schlank und schildpatt- wer will schon so eine
Katze? Luna wurde mit einer kleinen Verschwörung aus dem Tierheim geholt und hat
seitdem den Katzenhimmel auf Erden. Und von "scheu" ist rein gar nichts mehr
übrig geblieben.
Nun, sie haben sich ihrem Schicksal ergeben, eine Fellnase hat sie um die
Samtpfoten gewickelt?
Quetschen Sie die Leute dann über die Katze, die sich Sie als neuen Dosi
ausgewählt hat, aus: Was ist über die Vorgeschichte bekannt? Wie ist der
Charakter? Gibt es "Macken"? Welches Futter hat die Katze bisher bekommen?
(Übergangsweise sollte das gleiche Futter weiter gefüttert werden). Wie sieht es
mit bekannten Erkrankungen aus? Es kann immer passieren, das bei einer Katze
eine Krankheit erst im Nachhinein zu Tage tritt- der Umzug in ein neues Zuhause
ist Stress für Katzen und das kann auch immer mal zu einer vorher nicht
absehbaren Krankheit führen. Wer dann empört die Katze wieder ins Heim bringt...
auch das soll es geben.
Wie schon zuvor beschrieben wird nun in der Regel ein
Schutzvertrag gemacht, Sie müssen eine Gebühr entrichten (die mit Sicherheit
nicht die dem Tierheim entstandenen Kosten abdeckt) und bekommen im Austausch
den Impfpass und - wenn nicht eine Vorkontrolle vereinbart wird- ihren neuen
Mitbewohner. Oft werden sie noch darüber informiert das jemand zur Nachkontrolle
kommen wird.
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