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Nun ist das Jahr 2011 schon fast vorüber, die Zeit rast und einen
ganzen Teil meiner Freizeit verbringe ich damit, vom Hamburger
Tierschutzverein vermittelte Katzen, Hunde und manchmal auch
Kleintiere in ihrem neuen Zuhause zu besuchen.
In der Regel vereinbare ich vorher telefonisch einen Termin und
selten hat mich ein reines Telefongespräch so berührt wie das jetzt
mit der alten Dame, über 80, so alt wie meine Mutter.
Sie hatte Trudi als "letzte" Katze übernommen, hatte ihr Leben lang
immer Katzen. Einen Besuch bei ihr wird es nicht geben- Trudi war
umgerechnet genauso alt wie ihre Besitzerin und hatte dort noch 6
wunderbare Monate. Ein halbes Jahr, das sie nicht mehr im TH
verbringen musste sondern ein Zuhause hatte in dem sie geliebt wurde
und diese Liebe in vollem Umfang erwiderte.
Selten sei eine Katze so liebevoll zu ihr gewesen, berichtete die
alte Dame noch immer begeistert, mit etwas Wehmut aber ohne
jeglichen Groll, dass die Kleine nur so kurze Zeit bei ihr war. Sie
hätte schließlich gewusst wie das enden wird- und es keinen Moment
bereut Trudi noch einmal genommen zu haben.
Das Gespräch endete in einem leidenschaftlichen Appell sich der
alten Katzen anzunehmen.
Selten habe ich es so bereut einen Besuch nicht machen zu müssen,
aber dazu stehen leider noch zu viele Tiere auf meiner nie
abreißenden Liste. Und es wird tatsächlich die letzte Katze der
alten Dame sein, die nicht nur sehr tierlieb sondern auch sehr
realistisch ist.
Liebe, etwas traurige und nachdenkliche Grüße,
Heike C.
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Ebenfalls lange hat sich meine arme Gini gegen ihre Krankheit
gewehrt. In der Nacht zum 7.1.2011 wurde es dann akut und ich konnte
sie am nächsten Morgen nur noch einschläfern lassen.
Das Jahr 2010 ist vorüber und ich kann nicht sagen, ob
es ein gutes oder ein schlechtes Jahr war... Wie immer liegt die
Wahrheit wohl in der Mitte.
Überschattet war es auf jeden Fall von meiner Sorge um meine
Gina. Im späten Frühjahr fing es an: Sie fraß kaum noch, selbst ein
mehrtägiger Aufenthalt in einer Tierklinik mit mehrmaligen
Bluttests, röntgen, Ultraschall- ergab nichts, bis auf eine normale
Blasenentzündung... Es ging ihr sehr sehr schlecht in der Klinik, Gini hatte sich völlig aufgegeben. Und so bekam ich sie von den
ratlosen Ärzten wieder mit nach Hause. Entweder oder...

Kaum zuhause lebte Ginchen wieder auf. Doch noch immer sah sie
einfach krank aus. Meinen Urlaub konnte ich erst verspätet antreten,
über den Extra-Flug nach Nizza war ich aber gar nicht böse.
Während Gina entdeckte, dass die Sache mit dem Streicheln richtig
schön sein kann, brach plötzlich bei ihr ein heftiger
Katzenschnupfen aus. Eitrig, dickflüssig, Gina fraß wenig und nahm
ab. Antibiotika halfen einstweilen. Doch zunächst nach ein paar
Monaten, später schon nach ein paar Wochen war der Schnupfen wieder
da. Das erste Antibiotikum half nicht mehr, es wurde gewechselt,
dann Cortison. Schließlich hatte ich einen schlimmen Verdacht der
sich durch ein Röntgenbild bestätigte: Gina hat einen Tumor in der
Nase. Dank einer Depot-Cortison-Spritze und dem von mir 2 x täglich
zwangsweise eingeflösstem AB hatte Gini dann 4 beschwerdefreie
Wochen. Sehr ruhig ist sie geworden, sehr sehr anhänglich und
kuschelig und leider ist der Schnupfen wieder da....
Zur Zeit versuchen wir es (ein letztes Mal...) mit einem
Antibiotikum, einmal täglich bekommt sie von mir eine Spritze. Ihr
Allgemeinzustand hat sich dadurch etwas gebessert, der Schnupfen ist
leider noch nicht besser geworden. Mir ist sehr bewusst, dass ich
damit nur ein wenig verlängern, auf keinen Fall heilen kann...
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